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yamamoto masao      small things in silence

yamamoto masao 

new publication by RM publishers, Barcelona

 
Small Things in Silence

I have been expressing myself through art for the past 40 years. During these years I constantly asked myself:
What did I see? What did I not see?
What did I say? What did I not say?
My quest for answers to these questions led to my creations.
I was unsure about my niche in this universe, my “place” in this existence; and I needed to believe in art in order to keep on living.
On my journey of self-discovery, I stopped often and made many detours. The works I “dropped” along the way mark my footsteps—chaotic and inconsistent as they might be.
When I look back upon my path, I realize that the one consistent motif in my work was my obsession for small things. I feel joy when I discover seemingly insignificant things that may be easily overlooked. I am interested in those awkward feelings—such as when you miss a button hole or are stalled and lost in a disorienting fog. I prefer whispering my messages in a soft voice instead of speaking them out loud. My messages may be so soft as to be mistaken for illusions.
I know I will carry these feelings with me for a long time.
I hope that the faint waves that my work emits, grow into quiet, yet eloquent messages that will be reaching you.
August, 2013     Yamamoto Masao


Unscheinbare, stille Dinge

In den letzten 40  Jahren habe ich mich in der Kunst ausgedrückt.
In diesen Jahren habe ich mich immer wieder gefragt:
Was habe ich gesehen? Was habe ich nicht gesehen?
Was habe ich gesagt? Was habe ich nicht gesagt?
Meine Suche nach Antworten auf diese Fragen hat mich zu meinen Werken geführt.
Ich war unsicher über meinen Platz in diesem Universum, meinen Platz in diesem Leben, und ich musste an die Kunst glauben, um zu überleben.
Auf meiner Reise zu mir selbst war ich oft verzagt und ich habe viele Umwege gemacht. Die Werke, die ich auf dem Weg „fallen“ liess, markieren meine Schritte – so chaotisch und inkonsequent sie sein mögen.
Wenn ich auf meinen Weg zurückblicke, realisiere ich, dass das einzig konsequente Motiv meine Obsession für unscheinbare Dinge ist. Ich empfinde Freude, wenn ich ein scheinbar unbedeutendes Ding, das leicht übersehen wird, entdecke. Ich bin an solch irritierenden Gefühlen interessiert, wie wenn man zum Beispiel ein Knopfloch verfehlt oder verloren in einem undurchdringlichen Nebel stecken bleibt.  Ich ziehe es vor, meine Botschaften mit leiser Stimme zu flüstern,  anstatt sie laut auszusprechen, auch wenn sie vielleicht so sanft sind, dass man geneigt ist, sie für Illusionen zu halten.
Ich weiss,  dass ich diese Gefühle noch lange Zeit in mir tragen werde.
Ich hoffe, dass die zaghaften Wellen, die mein Werk ausströmt, zu  beredten Botschaften werden, die den Betrachter in ihren Bann ziehen.
Yamamoto Masao    August 2013

Uebersetzung: André Oeschger/Irène Preiswerk

 on display: ARPAIS du bois      website

 

 

 

 

new publication by Beatrice Minda:
 

 

 

Beatrice Minda
Iran. Interrupted

Mit Beiträgen von / with contributions by

Shahrnush Parsipur     Asghar Farhadi     Pooya Ghoddousi
HatjeCantz publisher

Presse: zeit on-line